Bildung in Europa

Warum andere Länder eine besser Bildung haben Bildung in Europa weist massive Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern auf. Spätestens seit der Pisa-Studie ist dies anhand von Zahlen für jeden ersichtlich. Das Bildungsniveau Europa steht damit im Gegensatz zur von der Politik angestrebten Gesamtregelung. Die Frage die sich nicht nur die Deutschen Bildungsminister und Kultuskonferenzen stellen ist, was die erfolgreichen Länder anders machen als wir? Bildung in Europa findet mit vollkommen verschiedenen Modellen statt. Als die Pisa-Studie angefertigt wurde, war sie ein Spiegel des Systemewettstreits innerhalb Europas. In Deutschland herrscht noch immer ein Drei-Schulformen-System: Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Länder mit einem hohen Druchschnitt, die das Bildungsniveau Europa dominieren, haben eine offenere Schulform. Bei ihnen kann jeder das Abitur machen, denn die Schüler werden nicht in getrennte Klassen gesteckt. Diese Länder haben ebenfalls einen hohen Anteil an Akademikern, die das Bildungsniveau Europa nicht nur in der Schule anheben. Ein weiterer Aspekt wird in Deutschland gerne vernachlässigt. Noch immer herrscht in Deutschland ein Mehrklassensystem. Dies wird durch neue Studien kenntlich. Mit sinkendem Einkommen, sinkt in unserem Land auch das Bildungsniveau. Selbst die modernen Medien werden in Deutschland von Gymnasiasten und Hauptschülern unterschiedlich genutzt, wie neue Studien zeigen. Während Gymnasiasten das Internet zur Informationsbeschaffung nutzen, suchen Hauptschüler nach Daily-Soaps und Talk-Shows, denen dann noch ein informativer Charakter zugewiesen wird. Dadurch vergrößert sich die Kluft zwischen den sozialen Schichten noch weiter. Die Studie ist also ein Spiegel unserer Gesellschaft. Gleichfalls wird in Deutschland ausnahmslos diktiert, was gelernt werden muss. Individuelle Bildung findet nicht statt. Genau hier liegt ein Problem. Lernen ist immer individuell. Die erfolgreichen Länder berücksichtigen diesen Umstand. Und auch die Methoden der Lehrer sind freier. Starre Regeln gibt es in den Siegerländern nicht. Freie Entfaltung führt bei ihnen schließlich zu einem besseren Lernen und einen höheren Niveau. Die Problematik, die nicht zuletzt durch diese internationale Studie aufgezeigt wurde, hört in der Schule nicht auf. In Deutschland gibt es derzeit zu wenige Akademiker. Ein Problem, dessen Grundstein in der Schulzeit anfängt. Hauptschüler haben in Deutschland zunehmende Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden. Eine höhere Bildung können sie nur über Umwege erreichen. In den Siegerländern der Studie hat jeder die Möglichkeit ein Studium zu absolvieren. Wer die Schule verlässt, kann dort eine Ausbildung machen und danach nochmals ein Studium beginnen. Oder er wählt den direkten Weg und macht sein Abitur. Das ist in Deutschland nur schwer möglich. Die Ursachen sind bekannt, doch bisher hat noch niemand den Versuch gemacht, es zu ändern.

 

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